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2.2.
 
UK S-H baut Klinik der Zukunft im Norden und bündelt Wissensvorsprung in Management- und medizinischen Kompetenzzentren
 

Mit dem Grundsatzbeschluss zum Baulichen Masterplan ist die Schleswig-Holsteinische Landesregierung einen bedeutenden Schritt zur gesundheitlichen Versorgung der Menschen in Schleswig-Holstein gegangen. Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen hat mit dem Beschluss der 700-Millionen-Euro Investition die Modernisierung der baulichen Infrastruktur der Campi Kiel und Lübeck genehmigt.

„Dies ist ein guter Tag für die Patienten und ihre Angehörigen in unserem Land“, sagt Professor Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UK S-H, „und dafür sind wir der Politik dankbar“. Mitarbeiter und Vorstand des größten Arbeitgebers und einzigen Maximalversorgers im Land sind erleichtert, dass das gewaltige Projekt zur Sicherstellung der Spitzenmedizin und hervorragenden Versorgung des einzigen Maximalversorgers und größten Arbeitgebers im Land wie geplant starten kann.

Prof. Scholz betrachtete diese Meilenstein auch als Lob für die Mitarbeiter am UK S-H: „Dass unser Land diese bedeutende Summe in das UK S-H investiert, ist nicht zuletzt ein Beweis für das Vertrauen in die kontinuierlich hervorragende Arbeit. Unsere Mitarbeiter haben dem Land bewiesen, dass wir trotz heftigem Gegenwind in der Lage sind, eine exzellente Medizin zu entwickeln und eine hervorragende Krankenversorgung sicher zu stellen.“

Mit dem Baulichen Masterplan und dem Bau des Nordeuropäischen Radioonkologischen Zentrums (NRoCK) – das Richtfest findet am 25. September 09 statt - beginnt ein medizintechnischer und logistischer Marathon ins nächste Jahrzehnt mit dem Ergebnis „der Klinik der Zukunft im Norden“, so Prof. Scholz. Die Patienten werden durch kürzere Wege, verbesserte Abläufe und die Intensivierung der fachübergreifenden ärztlichen Zusammenarbeit noch persönlicher versorgt werden können: „Unsere Größe ist der Garant für die individuelle Therapie“, sagt Prof. Scholz. Auch die Standorte Kiel und Lübeck können sich stärker austauschen und an ihren Stärken für ein gemeinsames, wettbewerbsfähiges UK S-H wachsen und Synergien weiter ausbauen. Im Ergebnis werden nach Beendigung der Baumaßnahmen beste Bedingungen für die Krankenversorgung, Forschung und Lehre zur Verfügung stehen.

Fachübergreifende Spitzenmedizin aus Forschung und Lehre schneller und persönlicher zum Patienten bringen - dieses Ziel will das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein durch die Bündelung seiner Kliniken in Verbindung mit einem modernen Management erreichen. Der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Wissenschaftsstaatssekretär Jost de Jager machte den Weg ins kommende Jahrzehnt mit der Zustimmung zu einer wegweisenden Gesamtstrategie frei. „Dies ist ein weiterer großer Schritt zur Neuausrichtung des UK S-H“, sagt de Jager, „durch das neue Zentrum werden eine hohe Effizienz und zugleich flache Hierarchien verwirklicht. Das beschleunigt sämtliche Abläufe im Klinikum zum Wohle von Patienten und Mitarbeitern.“

Bereits ab 2010 sollen sich die Kompetenzen eines der größten europäischen Universitätsklinika und damit größten Universitätsklinikums im Norden einem modernen Management zuordnen. Für die mehr als 70 Kliniken und Institute werden zwei Campuszentren für Kiel und Lübeck sowie ein übergreifendes Diagnostikzentrum unter Leitung eines Dreier-Teams errichtet. Beseitigt werden Schnittstellenprobleme der bestehenden 15 Medizinischen Leistungszentren und durch eine schlanke und effiziente Verwaltung ersetzt.

Unter der Dachmarke UK S-H wird daneben eine zweite Struktur etabliert, in der die interdisziplinäre Medizin der Fakultäten in Kiel und Lübeck ihren Wissensvorsprung und ihr interdisziplinäres Know-how bündelt.

Künftig sollen vorerst neun campusübergreifende medizinische Kompetenzzentren ihre Leistungsfähigkeit übersichtlich in der Öffentlichkeit präsentieren:

  • Schlaganfallzentrum

  • Transplantationszentrum

  • Zentrum für Herz- und Gefäßmedizin

  • Krebszentrum (CCC)

  • Traumazentrum

  • Zentrum für Partikeltherapie (NRoCK)

  • Lungenzentrum

  • Zentrum für Entzündungskrankheiten

  • Zentrum für Endokrinologie       

Intern legt das UK S-H strenge Kriterien für die Auswahl seiner medizinischen Kompetenzzentren an. „Diese müssen nicht nur führend in der Krankenversorgung und Forschung sein, sondern auch eine hohe Akzeptanz bei Patienten und niedergelassenen Ärzten aufweisen“, sagt Professor Scholz.

Ergebnis der Neustrukturierung ist die effiziente Bündelung der Spitzenmedizin durch ein Management mit schneller Reaktionsgeschwindigkeit. „Frei werdende Energien investieren wir sofort in die Versorgung unserer Patienten“, sagt Professor Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, „durch diese neue Qualität gewinnen wir eine auch höhere Attraktivität für unsere Partner - was uns einen weiteren Vorteil im Wettbewerb verschafft.“ Gleichzeitig rechnet das Universitätsklinikum mit einer besseren Kostenbilanz durch schnellere Entscheidungswege.

Ab 2010 werden neue operative Führungspositionen besetzt. Zunächst sind dies die hauptamtlichen Direktoren in Kiel und Lübeck sowie des übergreifenden Diagnostikzentrums. Ihnen zur Seite stehen jeweils ein Ärztlicher und Pflegerischer Direktor mit gleichzeitig klinischer Verantwortung im UK S-H. Der Vorstand des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein wird sich danach stärker auf die strategische Steuerung konzentrieren. Dies umfasst sowohl die Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit des Klinikums, die Wirtschaftsplanung als auch den Aufbau von Kooperationen und Netzwerken.

 

Weitere Informationen:
 
Oliver Grieve
Pressesprecher
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Tel. 0431 / 597-554

oliver.grieve@uk-sh.de

 

Übersicht

(Stand: August 2009)