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| 2.7. |
Tropenkrankheiten: Sind
afrikanische Kinder in ihrer Entwicklung benachteiligt? |
Ein Team von Wissenschaftlern am BNI um Projektleiter Dr. Stephan Ehrhardt untersucht den Einfluss von Infektionserkrankungen auf die körperliche und geistige Entwicklung afrikanischer Kinder. Eine wichtige Projektpartnerin ist Dr. Carola Bindt, Stellvertretende Ärztliche Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Weitere deutsche und afrikanische Kooperationspartner sind an dem auf drei Jahre angelegten Projekt beteiligt.Infektionskrankheiten wie Malaria oder schwerer Wurmbefall sind in Afrika sehr häufig. Oft sind die Kinder von vielen verschiedenen Krankheitserregern gleichzeitig befallen. Vielfach erkranken sie schwer oder sterben an den Folgen der Krankheit. Zu den Beschwerden gehören unter anderem häufige Durchfälle. Sie führen zu Mangelernährung, da Nahrungsmittel nur unzureichend oder gar nicht mehr aufgenommen werden. Malaria hingegen kann, besonders bei schwerem Verlauf, den Sauerstofftransport im Blut derart vermindern, dass langfristige Schäden auftreten. Blutsaugende Würmer im Verdauungstrakt entziehen dem Körper zusätzlich Eiweiß und Nährstoffe, die dem Kind für seine geistige und körperliche Entwicklung fehlen. Weiterhin können soziale und psychische Risiken wie Armut, elterliche Überlastung bei rascher Geburtenfolge oder mütterliche Depressionen dazu führen, dass die Gesundheitsfürsorge für das Kind allgemein vernachlässigt wird. Erkrankte und geschwächte Kinder werden dann in ihrer Entwicklung nicht so gefördert, wie es in ihrer Situation notwendig wäre.„Dieses Projekt ist sehr wichtig, da die Kindesentwicklung, und hier insbesondere die geistige Entwicklung, in den meisten Entwicklungsländern wegen knapper Ressourcen nur ungenau erfasst werden kann. Körperliche und seelische Gesundheit sind aber untrennbare Bestandteile der Gesundheit als Ganzes, “ urteilt Dr. Stephan Ehrhardt. Tropische Infektionskrankheiten würden zwar umfassend erforscht, wichtig sei es jedoch auch zu wissen, wie sich diese auf die Kindesentwicklung auswirkten, so Ehrhardt weiter. Es gilt herauszufinden, welche Kinder einem besonderen Risiko unterliegen, und zusammen mit den afrikanischen Partnern spezielle Hilfsangebote zu entwickeln. „Im afrikanischen Kontext betreten wir hier Neuland.“
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Weitere Informationen: |
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Dr. Stephan Ehrhardt Bernhard-Nocht-Institut Tel. 040 / 42818- 373 ehrhardt@bni-hamburg.de Dr.
Carola Bindt
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(Stand: August 2009) |
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