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7.1.
 
Hoffnung für Diabetiker

Vier Förderbescheide im Gesamtwert von rund 2,3 Millionen Euro hat Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel am 2. September in Wedel an ein Projektkonsortium überreicht, dass sich aus drei Medizintechnikunternehmen und dem Max-Rubner-Institut - Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel zusammensetzt. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, in diesem Verbundprojekt das hervorragende Know-How der beteiligten Partner zu bündeln“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Biel bei Übergabe der Bescheide in Wedel. „Das Projekt ist ein hochinnovativer Beitrag zur Entwicklung neuer Diabetestherapien und zugleich ein Aushängeschild für die in Schleswig-Holstein überproportional stark vertretene Medizintechnikbranche“, so der Minister. Die Förderung stammt aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Schleswig-Holstein.

Gegenstand der Förderung, die an die Unternehmen m-u-t AG in Wedel, Tricumed Medizintechnik GmbH in Kiel und Tecura GmbH in Kiel sowie an das Max-Rubner-Institut geht, ist die gemeinsame Entwicklung von Systemkomponenten für eine künstliche Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Mittel- bis langfristiges Ziel der Verbundpartner ist die Entwicklung eines implantierbaren Systems, das in einem geschlossenen Kreislauf kontinuierlich den Blutzuckerwert von Diabeteskranken misst und dann die erforderliche Insulindosis automatisch verabreicht. Das System besteht im Wesentlichen aus drei Systemkomponenten: einem Glukosesensor, einer gesteuerten Insulinpumpe und einem externen Steuerungs-, Anzeige- und Bediengerät, das aus der momentanen Glukosekonzentration die notwendige patientenspezifische Insulindosis berechnet.

Mit der implantierbaren, künstlichen Bauchspeicheldrüse – so die Vision der beteiligten Partner – soll Diabetikern künftig ihr aufwendiges Krankheitsmanagement erleichtert und Spätfolgekrankheiten verhindert werden. Aufgrund der Vielzahl von Neuerkrankungen – jedes Jahr erkranken allein in Deutschland 330.000 Menschen neu an Diabetes – ist das Anwendungspotenzial für ein künstliches Pankreas-System enorm.

 

Weitere Informationen:
 
Karin Fehlau
Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr
Tel. 431 / 988-4421

pressestelle@wimi.landsh.de
www.schleswig-holstein.de

 

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(Stand: September 2009)