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7.2.
 
Fachhochschule Westküste baut Kompetenzzentrum für Bildverarbeitung
 

Kräftiger Rückenwind für den Technologie-Transfer an der Fachhochschule Westküste (FHW) in Heide: Wissenschaftsminister Dr. Jörn Biel übergab am 31. August an den Wissenschaftler Prof. Dr. Reiner Nawrath einen Förderbescheid über rund 1,8 Millionen Euro. Damit wird das Projekt „CICAD – Zentrum für industrielle Bildverarbeitung“ gefördert. Nach den Worten von Biel liege das Vorhaben im besonderen landespolitischen Interesse. „Es leistet einen wertvollen Beitrag zum Technologietransfer und ermöglicht insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, ihre internationale Marktposition zu halten oder auszubauen“, so Biel.

Wie der Minister weiter sagte, soll mit CICAD an der FHW der Schwerpunkt „industrielle Bildverarbeitung“ als ein Kompetenzzentrum in Norddeutschland aufgebaut werden. Das Zentrum wird die gesamte Wertschöpfungskette der Industriellen Bildverarbeitung (Bildanalyse und Mustererkennung) abbilden. Dazu gehören etwa die Qualitätskontrolle von Produkten im Fertigungsprozess sowie die anschließende Automatisierung der Fertigungsprozesse selbst.

Biel: „Das Kompetenzzentrum soll den Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft fördern und der Dreh- und Angelpunkt eines Netzwerkes mit attraktiven Angeboten für die Wirtschaft sein.“ Zu diesen Angeboten gehört unter anderem die Organisation von Messebeteiligungen oder Seminaren und Weiterbildungen.

Das Gesamtvolumen des Projekts liegt bei rund 2,4 Millionen Euro. Daran beteiligt sich das Land mit insgesamt rund 1,8 Millionen Euro, davon 1,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Die übrigen Mittel bringen die Industrie mit etwa 450.000 Euro sowie die Fachhochschule mit 168.000 Euro auf

Das vor zweieinhalb Jahren von der Landesregierung aufgelegte "Zukunftsprogramm Wirtschaft" (ZPW) hat über 7500 neue Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. Diese Zwischenbilanz zog Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel anlässlich der Übergabe des Förderbescheids an die Fachhochschule Westküste (FHW) in Heide. Nach den Worten des Ministers wurden in den letzten 30 Monaten durch 525 Einzelprojekte mit einem Fördervolumen von 238 Millionen Euro Investitionen in Höhe von rund 700 Millionen Euro im Land ausgelöst.

Wie Biel weiter sagte, hätten sich die Erwartungen an das ZPW damit bislang in vollem Umfang erfüllt: "Trotz Finanzkrise und wirtschaftlicher Flaute ist das Programm in all seinen Bereichen enorm nachgefragt. Das zeigt, dass viele unserer über 120.000 kleinen und mittleren Betriebe, aber auch Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Kommunen die Krise nutzen, um für die Zukunft kräftig Schwung zu holen."

Das "Zukunftsprogramm Wirtschaft" ist der wirtschaftspolitische Baustein des Zukunftsprogramms Schleswig-Holstein für die Jahre 2007 bis 2013. Es ist mit 752 Millionen Euro das größte Wirtschaftsförderungsprogramm in der Geschichte des Landes. Davon stammen 374 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), 203 Millionen aus dem GRW-Programm von Bund und Ländern, der Rest vom Land Schleswig-Holstein.

Nach den Worten von Biel geht es vor allem darum, Wissen und Innovation zu stärken, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhöhen sowie die Infrastruktur zu verbessern. Wie Biel weiter sagte, spiele der Mittelstand angesichts der erschwerten Rahmenbedingungen infolge der Finanzkrise in dem Programm eine besondere Rolle.

So erfolge die Stärkung der Unternehmen im Rahmen der einzelbetrieblichen Förderung, die seit 2007 auch im Hamburger Umland möglich ist, sowie durch einen gezielten Ausbau der Beratungsnetze, etwa in den Bereichen Ernährungswirtschaft, Logistik, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Maritime Wirtschaft.

Mit Blick auf den Wissenschafts-Standort Schleswig-Holstein erinnerte Biel an die weiterhin bestehende Notwendigkeit, die Kompetenzen der schleswig-holsteinischen Hochschulen gezielt auszubauen und noch enger mit der Wirtschaft im Land zu vernetzen. "Nur wenn wir einen reibungslosen Technologie-Transfer gewährleisten, ist sicher, dass dem Land keine gute Idee verloren geht und dass Wissen Arbeit schafft", sagte Biel. Als herausragende Beispiele dafür nannte er neben dem an der Fachhochschule Westküste geplanten und mit 1,8 Millionen Euro geförderten Zentrum für industrielle Bildverarbeitung (siehe getrennte Medieninformation) Innovationsprojekte wie die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie in Lübeck, die Ausdehnung der Produktion so genannter Wafer für die Chip-Produktion am ISiT in Itzehoe, die Ausstattung des Nanolabors an der Kieler Christian-Albrechts-Universität oder das landesweite Nationale Kompetenzzentrum "Marine Aquakultur".

Als ausbaufähige Stärken des Landes bezeichnete Biel neben dem Tourismus mit seinen mehr als 130.000 Beschäftigten im Land auch den Bereich der erneuerbaren Energien und die Gesundheitswirtschaft. Deshalb sei der Ausbau des Westküstenklinikums ebenso gefördert worden wie das Regionalmanagement "MedComm - Gesundheit für Südholstein", das Regionalmanagement Windcomm in Husum oder das Kompetenzzentrum CE Wind in Flensburg. Nach den Worten von Biel flossen die meisten Fördermittel aus dem ZPW bislang in die Kreise Nordfriesland, Rendsburg- Eckernförde und Ostholstein. Diese Spitzenplätze sind durch Großprojekte wie beispielsweise den Ausbau der Messehalle Husum (12 Millionen Euro Förderung) und den Ausbau des Neuen Hafens Kiel Kanal in Osterrönfeld (12, 4 Millionen Euro Förderung) begründet.

Mit Blick auf die im Programm noch vorhandenen 514 Millionen Euro Fördermittel appellierte Biel an Unternehmer, Wissenschaftler und Kommunen, sich mit guten Projektideen zu melden. "Für Vorschläge, die der Wirtschaftsstruktur dienen und Arbeitsplätze schaffen, werden wir auch Unterstützungsmöglichkeiten finden", sagte er.

 

Weitere Informationen:
 
Harald Haase
Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr
Tel. 0431 / 988-4420

pressestelle@wimi.landsh.de
www.schleswig-holstein.de

 

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(Stand: September 2009)