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2.2.
 
Erster Spatenstich für den Neubau des Zentrums für molekulare Biowissenschaften an der Kieler Universität
 

Das Zentrum für molekulare Biowissenschaften (ZMB) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) bekommt neue Räumlichkeiten in direkter Nachbarschaft zum Bioturm auf dem Gelände der CAU. Der Staatssekretär im Wissenschaftsministerium Jost de Jager setzte am 15. September gemeinsam mit CAU-Präsident Prof. Gerhard Fouquet den ersten Spatenstich für das ZMB. Staatssekretär Jost de Jager sagte beim Spatenstich: „Die Landesregierung setzt damit ein Zeichen, welchen Wert sie ihrer größten Hochschule und zugleich einzigen Volluniversität beimisst. Die Universität wird mit den neuen Räumlichkeiten insbesondere für das Exzellenzcluster `Entzündung an Grenzflächen` alle beteiligten Einrichtungen unter einem Dach haben und kann damit gestärkt in die zweite Exzellenzclusterrunde eintreten.“ Für das ZMB sind rund 19,6 Millionen Euro Investitionen veranschlagt, die komplett vom Land finanziert werden. Der fünfgeschossige Bau für das ZMB soll mit seinen rund 3.200 Quadratmetern Nutzfläche, von denen allein 2.100 Quadratmeter auf Laborflächen entfallen, im Sommer 2011 fertig werden. Der Neubaukomplex wird unter Leitung der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) errichtet.

CAU-Vizepräsident Prof. Siegfried Wolffram sagte bei dem Termin: "Wie erfolgreich die Lebenswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität sind, sieht man daran, dass wir im Ranking der Fördermittel Platz 15 im Bundesvergleich erreicht haben, das heißt, von 159 Hochschulen. Diese Position ist nur möglich, weil drei Fakultäten eng zusammenarbeiten, nämlich die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät, die Medizinische sowie die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät. Das neue Zentrum für Molekulare Biowissenschaften, das ebenfalls von den drei Fakultäten gemeinsam geplant wurde und betrieben wird, stärkt unsere Stellung in den Lebenswissenschaften weiter."

Prof. Stefan Schreiber, Sprecher des Exzellenzclusters „Entzündung an Grenzflächen“: "Mit dem ZMB hat die Landesregierung für uns die wesentlichen Voraussetzungen geschaffen, das Exzellenzcluster "Entzündung" für eine zweite Förderphase zu beantragen. Moderne molekulare Techniken, die z.B. die Vollsequenzierung eines Menschen in wenigen Tagen erlauben, werden das Herzstück des neuen Antrags sein, aber auch den Aufbruch der Universitätsmedizin in Schleswig-Holstein an die Spitze Deutschlands befördern."

Im ZMB wird für alle molekularbiologisch arbeitenden Gruppen der Universität Kiel eine gemeinsame apparative Hochleistungsausstattung zur Verfügung gestellt werden. Ein besonderer Bestandteil des Neubaus wird die Genomdatenbank mit einem robotergestützten DNA-Probenlager. Die interdisziplinäre Nutzung des Gerätepools der Biowissenschaften ist nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen ein nahe liegender Gedanke, sondern verspricht auch die gegenseitige Befruchtung aller beteiligten Fachbereiche. Darüber hinaus soll in diesem Gebäude der Technologietransfer von der Forschung zur Anwendung ermöglicht werden.

Universitätsstrukturen werden so flexibilisiert, ergebnisorientiert und situativ organisiert, um auch für die stetig steigenden Anforderungen des wissenschaftlichen Wettbewerbs gerüstet zu sein. Diese Flexibilität spiegelt sich auch in höchst variablen Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes wieder. Insbesondere die Ausstattung der Labore mit Möbeln und Medienversorgung ist ohne aufwändige Umbauten flexibel an die wechselnden Aufgabenstellungen anzupassen.

Darüber hinaus bekommt das ZMB eine besondere Bedeutung für die Excellenzcluster „Entzündung an Grenzflächen“ und „Der Ozean der Zukunft“ sowie für die Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“.

Folgende Institute und Arbeitsgruppen werden das ZMB nutzen:

  • Institut für Klinische Molekularbiologie

  • Zentrum für molekulare Biochemie

  • Medizinische Informatik und Statistik/Bioinformatik

  • Arbeitsgruppe Molekulare Pflanzenzüchtung am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung

  • Lehrstuhl für Strukturbiologie (mathematisch naturwissenschaftliche Fakultät)

  • Zoologisches Institut

  • Institut für Humanernährung und Lebensmitteltechnologie

Darüber hinaus ist die Nutzung des Neubaus durch weitere Institute denkbar, die ähnliche infrastrukturelle Anforderungen für ihre Forschungsbereiche haben.

 

Weitere Informationen:
 
Susanne Schuck
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Tel. 0431 / 880 3004
sschuck@uv.uni-kiel.de
www.uni-kiel.de/

 

Übersicht

(Stand: Oktober 2009)