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| 2.7. |
Stroke-Units arbeiten effektiver |
Wer nach einem ischämischen Schlaganfall (auch Hirninfarkt oder Hirnschlag) das Glück hat, in einer personell und technisch besonders ausgestatteten Krankenhaus-Abteilung, der „Stroke-Unit“, versorgt zu werden, dessen Überlebenschance ist deutlich höher als bei einer herkömmlichen Behandlung. Erstmals in Deutschland weisen Ärzte des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, die Wirksamkeit der Stroke-Units jetzt in einer aktuellen Studie nach. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten neurologischer Folgeschäden erleiden, wesentlich geringer.Über 20 Monate untersuchten Neurologen und Sozialmediziner des UK S-H die Wirksamkeit der Stroke-Units bei 755 Patienten, die innerhalb von 24 Stunden nach Erleiden einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Hirns versorgt werden konnten. „Die Überlebenschancen ein Jahr nach Hirninfarkt steigen durch die Behandlung in Stroke-Units um 53 Prozent“, sagt Prof. Dr. Günter Seidel, Neurologe am UK S-H, „gleichzeitig sinkt die Wahrscheinlichkeit, eine schwere Behinderung zu erleiden, um 56 Prozent“. Der Schlaganfall ist nicht nur eine der häufigsten Todesursachen, sondern auch der wichtigste Grund für bleibende Behinderungen im höheren Lebensalter. Allein in Schleswig-Holstein wird die Zahl der Hirnschläge pro Jahr auf 5600 geschätzt. (weitere Informationen: Deutsche Schlaganfallgesellschaft www.dsg-info.de und Deutsche Schlaganfall-Hilfe: www.schlaganfall-hilfe.de).Stroke Units sind mit einer Intensivstation vergleichbar. Sie bestehen aus mindestens vier Betten und sollten einer neurologischen Abteilung angegliedert sein. Das interdisziplinäre Team sammelt alle wichtigen Daten und besteht aus Neurologen, Internisten, Neuroradiologen und erfahrenen Pflegekräfte. Für die Frührehabilitation sind speziell geschulte Krankengymnasten, Logopäden und Ergotherapeuten vor Ort.Die Ärzte und das Pflegepersonal untersuchen die Patienten mehrmals täglich nach einem festgelegten Schema. Dokumentiert werden z.B. die Bewusstseinslage, die Bewegung der Augen, Arme und Beine sowie die Sprache. An technischer Diagnostik verfügen Stroke-Units über Computertomografie (CT), Gefäßdarstellung der Hirngefäße (Angiografie), Ultraschalluntersuchung der Hals- und Hirngefäße (Dopplersonografie), Echokardiografie (EKG) und Blutuntersuchung zur Abklärung der Schlaganfallursache.
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Weitere Informationen: |
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Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck Klinik für Neurologie Prof. Dr. Günter Seidel Telefon: 0451 / 500-3334
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(Stand: November 2009) |
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