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6.3.
 
Novartis-Stiftungsprofessur für Gynäkologische Onkologie an der Medizinischen Fakultät Kiel
 

Prof. Dr. Christoph Mundhenke erhält für seine Forschungen im Bereich des Mammakarzinoms eine Stiftungsprofessur von Novartis Oncology. Mit der Professur soll die Forschung in der gynäkologischen Onkologie an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gestärkt und die Behandlung Betroffener am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H) weiter verbessert werden.

Brustkrebs (Mammakarzinom) und andere gynäkologische Krebserkrankungen effektiver und schonender behandeln zu können - das ist das übergeordnete Ziel von klinisch-praxisorientierter Forschung an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Campus Kiel des UK S-H (Direktor: Prof. Dr. W. Jonat). Die Klinik ist eine der führenden Einrichtungen in Deutschland für die Behandlung von Frauen mit Brust- oder Eierstockkrebs und weiterer gynäkologischer Tumoren.

Für seine Forschungen im Bereich des Mammakarzinoms erhält Prof. Dr. Christoph Mundhenke  für fünf Jahre eine Stiftungsprofessur für Gynäkologische Onkologie, die er am 16. Oktober mit seiner Antrittsvorlesung über Ansätze zur Brustkrebsprävention vorstellte. Der Geschäftsbereich Onkologie des forschenden Unternehmens Novartis Pharma GmbH in Nürnberg unterstützt die Medizinische Fakultät Kiel dabei mit insgesamt 400.000 Euro. Die Stiftungsprofessur fördert die translationale und klinische Forschung zur Therapieoptimierung des Mammakarzinoms und gynäkologischer Malignome. Bestehende Kooperationen im wissenschaftlichen und klinischen Bereich sollen dadurch gestärkt und weiter ausgebaut werden. Die Stiftungsprofessur ermöglicht Prof. Mundhenke klinische Studienkonzepte zu zielgerichteten Therapieverfahren beim Mammakarzinom auf nationaler und internationaler Ebene zu entwickeln und umzusetzen. Präklinisch sollen neue Biomarker und Prognosefaktoren für das Mammakarzinom definiert und neuartige Wirkstoffe untersucht werden.

Christoph Mundhenke (39) ist Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. Er ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Gynäkologischen Onkologie. Mundhenke wurde 1970 in Bremen geboren und studierte Medizin in Mainz. Seine Ausbildung zum Frauenarzt und zum Gynäkologischen Onkologen erhielt er ab 1998 an der Frauenklinik des UK S-H, Campus Kiel. Ab 1999 verbrachte er als Stipendiat der Deutschen Krebshilfe/Mildred-Scheel Stiftung eineinhalb Jahre zu Forschungszwecken an der University of Wisconsin in Madison, USA, wo er seine Arbeiten zur Tumorangiogenese und zur Signalübertragung in Mammakarzinomen begann. Im Januar 2006 folgte die Habilitation an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seit 2005 leitet er eine eigene Laborgruppe, die sich mit der Signalübertragung an Wachstumsrezeptoren des Mammakarzinoms, sowie mit der Tumorangiogenese beschäftigt. Für seine Brustkrebsforschung hat Prof. Mundhenke bereits eine Reihe nationaler und internationaler Auszeichnungen erhalten. Seit 2009 ist er Mitglied der „Kommission Mamma“ der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO). Darüber hinaus ist er Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgesellschaften.

Für Novartis Oncology ist die Stiftungsprofessur am UK S-H Teil des Engagements für die Forschung in Deutschland. „Unser Ziel ist es, nach innovativen Lösungen für effektive und schonende Therapien in der Onkologie zu suchen und bestehende Behandlungen weiter zu verbessern.

Eine Stiftungsprofessur bietet hierfür eine optimale Partnerschaft“, so Dr. Ulrike Haus, Medizinische Direktorin Onkologie der Novartis Pharma GmbH. „Für Novartis bildet neben der Grundlagenforschung besonders die praxisorientierte klinische Forschung eine Basis für notwendige zukünftige Entwicklungen in der gezielten Therapie maligner Erkrankungen wie dem Mammakarzinom.“

Das Mammakarzinom ist in Deutschland mit rund 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Frauen. Wie und warum der Krebs entsteht, ist bis heute noch nicht vollständig geklärt.

Die Therapiemöglichkeiten und die jeweilige Prognose für die Betroffene sind sehr unterschiedlich. „Es gibt keine Standardtherapie zur Behandlung des Mammakarzinoms. Moderne diagnostische Maßnahmen schaffen jedoch die Voraussetzung, für jede Patientin ein individuelles Therapiekonzept zu entwickeln. Prädiktive Faktoren wie der Hormonrezeptor-Status helfen bei der Individualisierung der Therapie“, sagt Mundhenke. „Die Definition neuer Biomarker und Prognosefaktoren beim Mammakarzinom bilden die Grundlage zur Erforschung neuer zielgerichteter Therapiemöglichkeiten“.

Das Brustzentrum Kiel diagnostiziert über 700 neue Mammakarzinome jährlich und ist nach DKG (Deutsche Krebsgesellschaft)/Onkozert und EUSOMA (European Society of Breast Cancer Specialists) zertifiziert. Viele hundert Frauen werden in frühen und fortgeschrittenen Stadien ihrer Erkrankung hier behandelt. Als eine der ersten Kliniken in Deutschland wurde in Kiel auch ein Zentrum für Gynäkologische Onkologie aufgebaut, das ebenfalls erfolgreich nach DKG/Onkozert zertifiziert worden ist. In diesem Zentrum werden über 120 Patientinnen mit gynäkologischen Tumoren jährlich behandelt. 

Novartis Oncology ist Teil des Novartis-Konzerns, eines weltweit führenden Unternehmens im Gesundheitswesen. Das Unternehmen ist ausschließlich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Die Novartis-Konzerngesellschaften beschäftigen rund 96.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 140 Ländern. Novartis Oncology investiert in Deutschland in die Forschung und Entwicklung neuer Substanzen, die auch in Zukunft das Leben von Krebspatienten verlängern und verbessern sollen. Bereits heute sind deutschlandweit mehr als 13.000 Patienten in klinischen Studien von Novartis Oncology eingeschlossen. Aktuell werden 118 klinische Studien mit bereits zugelassenen Medikamenten und neuen Substanzen durchgeführt. Patienten können dadurch bereits frühzeitig von neuen Therapien profitieren. Mit den Stiftungsprofessuren will Novartis Oncology die klinische Forschung in Deutschland kontinuierlich weiter verbessern - ein wichtiger Beitrag, Krebspatienten ein längeres und besseres Leben zu ermöglichen. Derzeit unterstützt Novartis Oncology drei Stiftungsprofessuren in Deutschland.

 

Weitere Informationen:

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Prof. Dr. med. Christoph Mundhenke, M.A.
Telefon: 0431 / 597-3660-2100

christoph.mundhenke@uk-sh.de

 

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(Stand: November 2009)