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| 2.8. |
Indivumed untersucht
für das U.S. National Cancer Institute die Aussagekraft von Gewebebiopsien |
Das Hamburger Unternehmen Indivumed GmbH, das sich auf die Analyse und Vermittlung hoch standardisierter Gewebeproben und Daten von Tumorpatienten spezialisiert hat, ist vom U.S. National Cancer Institute (NCI) mit der Durchführung einer Studie beauftragt worden, die den Einfluss der Probenentnahme auf die Qualität von Biopsiematerial und daraus gewonnener Daten untersucht.Das „Office of Biorepositories and Biospecimen Research“ (OBBR) des NCI finanziert diese Studie, um zu verstehen, in wieweit die Aussagekraft von Blut- und Gewebeproben durch das Vorgehen bei der Probengewinnung und die nachfolgende Behandlung des Materials beeinträchtigt wird. Operations- und Aufbereitungsmethoden sowie andere Rahmenbedingungen der Probengewinnung können auf wichtige Prozesse in den Zellen des entnommenen Gewebes einwirken und damit auch die Ergebnisse von Studien über die Bedeutung von zellulären Strukturen und Mechanismen für Krebserkrankungen beeinflussen. Obwohl Biopsiematerial aus Tumoren sehr häufig verwendet wird, um Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Krebs zu erforschen, gibt es bis heute keine systematischen Studien, die deutlich machen, wie sich die Art und Weise der Probenentnahme und -behandlung auf das molekulare Geschehen im Probenmaterial auswirken.Indivumed und sein klinisches Netzwerk haben Pionierarbeit geleistet und Standards etabliert, die die umfassende Kontrolle sämtlicher Schritte bei der Sammlung von Gewebeproben und klinischen Daten ermöglichen und bieten daher beste Voraussetzungen für die Untersuchung des Einflusses von (post)operativen Verfahren auf die molekularen Daten.„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir vom NCI für diese wichtige Studie ausgewählt worden sind“, sagte Prof. Dr. Hartmut Juhl, CEO und Gründer von Indivumed. „Diese Entscheidung unterstreicht ein weiteres Mal die Bedeutung unseres Ansatzes und die hohe Qualität unserer Biobank und unserer Datensammlung. Die Ergebnisse der Studie werden Forschern aus Industrie und akademischen Forschungseinrichtungen helfen, zu unterscheiden, welche molekularen Veränderungen in einem Gewebe auf die Unterbrechung der Blutzufuhr oder andere chirurgische Prozesse zurückzuführen sind und welche durch die Krebserkrankung hervorgerufen wurden. Dadurch kann die Fehlinterpretation von molekularen Veränderungen verhindert werden. Unser Ziel ist es, das Verständnis von Krebs entscheidend zu verbessern und Tests zu entwickeln, die Krebs diagnostizieren und klassifizieren können, für eine Prognose sinnvoll sind und die Abschätzung der Eignung bestimmter Behandlungen ermöglichen.“Über die StudieIndivumed wird Blut- und Gewebeproben von Krebspatienten auf standardisierte Weise sammeln und konservieren und dabei den Operationsverlauf ausführlich protokollieren. Anschließend werden bestimmte Protein-, DNA- und RNA-Moleküle und ihre Expression im Gewebe in Bezug auf inter- und postoperative Faktoren analysiert. Die Studie basiert dabei auf einer bereits vom NCI und Indivumed gemeinsam durchgeführten Pilotstudie. Demnach können Narkosemittel sowie die Unterbrechung der Blutzufuhr während und nach der Operation die Genexpression ebenso wie RNA- und Proteinmuster in den Zellen deutlich verändern.Obwohl Biopsiematerial die Basis für die Entwicklung von Krebsmedikamenten bildet, ist bisher nicht geklärt, ob im Krebsgewebe beobachtete Veränderungen auf die Erkrankung oder die Vorgehensweise bei der Operation bzw. der Probenentnahme und -handhabung zurückzuführen sind.In der Studie werden Blutproben von Darmkrebspatienten mit und ohne Lebermetastasen sowie Proben aus gesundem und Krebsgewebe von Darm und Leber entnommen. Die Studie wird in Zusammenarbeit mit Klinikern aus drei Hamburger Krankenhäusern durchgeführt:Prof. Dr. Björn Nashan vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Prof. Dr. Carsten Zornig vom Israelitischen Krankenhaus sowie PD Dr. Arnulf Dörner vom Diakonie-Klinikum Alten Eichen.Ziel der Studie ist es, Moleküle zu identifizieren, deren Expression durch chirurgische Eingriffe verändert wird und die daher bei der Erforschung von Zielstrukturen und der Entwicklung neuer Arzneimittel sorgfältig analysiert werden müssen. Darüber hinaus sollen Biomarker identifiziert werden, mit denen Expressionsdaten korrigiert und Gewebeproben klassifiziert werden können, so dass sie für die Forschung verwendet werden können.
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| Kontakt: |
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Prof Dr Hartmut Juhl, CEO Indivumed GmbH Telefon: 040 / 413383-0 juhl@indivumed.com
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(Stand: Februar 2010) |
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