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| 5.1. |
Erhöht Sauerstoffmangel
vor Herzoperationen die Widerstandskraft? |
Der Anästhesist Dr. Patrick Meybohm (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein UK S-H, Campus Kiel) hat von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Förderung in Höhe von 1,4 Millionen Euro erhalten. In die mit Privatdozent Dr. Berthold Bein (Stellv. Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Campus Kiel), Professor Dr. Jochen Cremer (Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie, Campus Kiel) und Professor Dr. Dr. Kai Zacharowski (Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Universitätsklinikum der J.-W. von Goethe-Universität, Frankfurt) gemeinsam geleitete Studie sollen deutschlandweit mehr als 2000 Patienten an zehn Herzzentren eingeschlossen werden. Die Koordination dieses hochdotierten Sonderprogrammes „Klinische Studien“ übernimmt das UK S-H.Dr. Meybohm und PD Dr. Bein haben sich in den vergangenen Jahren bereits durch mehrere hochrangig publizierte Forschungsarbeiten ausgezeichnet. Weltweit erstmalig soll das aktuelle Projekt wichtige Erkenntnisse für die Steigerung der Widerstandskraft von Patienten liefern, die sich einer Herzoperation mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine unterziehen müssen.Im Mittelpunkt der jetzt geförderten Studie mit dem Namen „Remote Ischaemic Preconditioning for Heart Surgery (RIPHeart-Study)“ steht die „Fern-Präkonditionierung“: Bei Herzoperationen kann es zur Unterversorgung des Herzens und des Gehirns mit lebenswichtigem Sauerstoff kommen. Stirbt dabei Herzmuskelgewebe ab oder treten neurologische Langzeitschäden auf, so ist eine erheblich verminderte Lebensqualität die Folge. Bei der „Fern-Präkonditionierung“ wird ein kurzzeitiger Sauerstoffmangel in robusten Körperteilen wie dem Unterarm oder Unterschenkel durch Aufblasen einer Blutdruckmanschette erzeugt.Dadurch werden in diesem Körperteil Botenstoffe freigesetzt, die dann die Widerstandsfähigkeit von lebenswichtigen Organen wie dem Gehirn und dem Herzen erhöhen - wenn es danach zu einem operativ bedingten Sauerstoffmangel kommen sollte. Im übertragenen Sinne hat das Organ gelernt, einen Sauerstoffmangel zu überbrücken. Ziel der geplanten Studie ist, den Patienten bereits vor der Operation durch eine kurzzeitige Durchblutungsminderung gegen eine mögliche Unterversorgung mit Sauerstoff während der Herzoperation zu schützen.
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Weitere Informationen: |
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Dr. Patrick Meybohm und PD Dr. Berthold Bein Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Campus Kiel Telefon: 0431 / 597-2971 meybohm@anaesthesie.uni-kiel.de
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(Stand: Februar 2010) |
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